27 Jan 2020

Simon Hengel

Freiberuflicher Autor

Muss Ihr Unternehmen für neue Mitarbeiter eine Sofortmeldung abgeben?

Rätselfrage: Was haben eine gehobene Wild-Fleischerei, ein Matratzenreinigungsservice für Heime und Hotels, ein Brunnenbohr-Betrieb und das Kettenkarussell auf dem Jahrmarkt gemeinsam?

Ganz einfach: In all diesen Unternehmen müssen Arbeitgeber für neue Mitarbeiter eine Sofortmeldung zur Sozialversicherung abgeben, rechtzeitig zur Aufnahme der Arbeit. Sie gehören zu den elf Wirtschaftszweigen, für die Sofortmeldepflicht besteht.

Kann es sein, dass Ihr Unternehmen ebenfalls darunter fällt? Alles Wichtige zu Sofortmeldungen lesen Sie in unserer Rubrik 'Lohnabrechnung erklärt': Sofortmeldepflicht: Wer muss eine Sofortmeldung für neue Mitarbeiter abgeben?

Mitarbeiter müssen bei Beschäftigungsbeginn gemeldet sein

Hintergrund der Pflicht zur Sofortmeldung ist die Bekämpfung der Schwarzarbeit. Früher hatten schwarze Schafe sich oft herausgeredet, wenn der Zoll nicht gemeldete Arbeiter fand. Dann lautete das Argument: „Die haben gerade erst angefangen, und die Meldung zur Sozialversicherung muss ja erst mit dem ersten Monatslohn geschehen.

Dieser Einwand zieht nun nicht mehr: Wenn für den Betrieb Sofortmeldepflicht besteht, und am montagmorgens um acht ein neuer Mitarbeiter anfängt, dann muss die Sofortmeldung für ihn zu diesem Zeitpunkt übermittelt sein. Eine Meldung gegen Montagmittag ist bereits zu spät. Da die Übermittlung elektronisch erfolgt, können die Kontrolleure des Zolls die Meldung ohne lange Verzögerung überprüfen.

Sofortmeldung abgeben: mit ilohngehalt kein Problem

Zum Glück ist die Sofortmeldung keine große Sache, wenn Sie ilohngehalt nutzen. Im Grunde müssen Sie nur einmal bei der Einrichtung ein Häkchen setzen.

Die Daten, die übertragen werden müssen, geben Sie beim Anlegen neuer Beschäftigter ohnehin ein. Wenn Sie für Ihr Unternehmen die Abgabe von Sofortmeldungen aktiviert haben, wird die Meldung automatisch und umgehend an die Deutsche Rentenversicherung übermittelt. Und zwar mit sämtlichen erforderlichen Angaben. Damit ist die Sache abgehakt.

Und weil ilohngehalt als Online-Gehaltsabrechnung 24 Stunden am Tag im Dienst ist, können Sie eine Sofortmeldung immer dann auslösen, wenn sie nötig wird. Auch dann, wenn der oder die Neue am Wochenende oder zur Nachtschicht anfängt. Sie sind also unabhängig von den Arbeitszeiten des Steuerberaters oder eines Rechenzentrums. So funktioniert Lohn- und Gehaltsabrechnung heute. Jedenfalls mit ilohngehalt.

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