28 Mrz 2019

Meldungen an die Rentenversicherung

Gesonderte Meldung an die Rentenversicherung: mit ilohngehalt schnell erledigt

Die DRV will eine Gesonderte Meldung (GML57)?

Wer Arbeitnehmer beschäftigt, hat was zu melden –an die Sozialversicherungsträger. Die meisten Meldungen sind Routine, etwa die Jahresmeldung mit Beschäftigungsdauer und beitragspflichtigem Entgelt, die für jeden Arbeitnehmer bis zum 15. Februar des Folgejahrs abgegeben sein muss.

Es gibt aber auch Meldungen, die sozusagen außer der Reihe angefordert werden. Dazu gehört die Gesonderte Meldung an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) mit Meldegrund 57, im Sozialversicherungsjargon auch als GML57 bekannt. Diese Meldung fragt Beschäftigungszeiten und beitragspflichtige Einnahmen des Arbeitnehmers im laufenden Kalenderjahr ab. Dazu kommen die entsprechenden Angaben für das Vorjahr, falls dafür noch keine Jahresmeldung erstellt wurde. Rechtsgrundlage ist § 194 Abs. 1 SGB VI.

 

Wann wird eine Gesonderte Meldung nötig?

Eine Gesonderte Meldung mit Meldegrund 57 wird in zwei Fällen angefordert:

  • Der Arbeitnehmer befindet sich in Scheidung, das Familiengericht führt dazu den Versorgungsausgleich zur Aufteilung der Altersvorsorgeansprüche durch. Da auch die im laufenden Jahr erworbenen Rentenversicherungsansprüche zählen, benötigt das Gericht die aktuellen Zahlen.

 

  • Der Arbeitnehmer steht kurz davor, in Rente zu gehen. Für die Rentenhöhe sind die im laufenden Jahr erworbenen Rentenansprüche mit ausschlaggebend. Für die Berechnung muss die DRV also wissen, wie viel für den angehenden Rentner in den zurückliegenden Monaten an Rentenversicherungsbeiträgen abzuführen war. Eine Gesonderte Meldung darf in diesem Fall frühestens zu Beginn des letzten Beschäftigungsquartals vor Renteneintritt erfolgen, d.h. mit der Lohn- oder Gehaltsabrechnung des viertletzten Monats.

 

Gesonderte Meldung mit ilohngehalt: Direkt empfangen, schnell erledigt

Ilohngehalt enthält das notwendige Modul, um Anfragen zur Gesonderten Meldung direkt zu empfangen und zu beantworten. Mit anderen Worten: Mittels ilohngehalt landet die Anfrage zur Gesonderten Meldung direkt im Abrechnungsprogramm und kann sofort bearbeitet und übermittelt werden. Das spart Zeit und Arbeit.

 

Die Registrierung

Damit die DEÜV-Meldung mit Grund 57 auf elektronischem Weg angefragt wird und direkt bearbeitet werden kann, muss man sich hierfür als Arbeitgeber bei der DRV registriert haben. Auch das ist mit ilohngehalt problemlos möglich.
Die DRV-Registrierung kann mit der nächsten (bzw. für Neukunden mit der ersten) anstehenden Lohnabrechnung vorgenommen werden. Arbeitgeber, die bisher ein anderes Abrechnungsprogramm genutzt haben und darüber für GML57 registriert waren, müssen sich nach dem Wechsel zu ilohngehalt neu registrieren. Das ist jedoch schnell erledigt.


Die Alternative ist ein Papierformular: Arbeitgeber ohne DRV-Registrierung erhalten das Formular R0250 auf dem Postweg.


Und wenn die Aufforderung auf Papier kommt?  

Eigentlich sollte die Aufforderung zur Abgabe einer Gesonderten Meldung an den Arbeitgeber inzwischen in jedem Fall elektronisch erfolgen können. Bislang jedoch wird man im Fall der Scheidung nach wie vor mit Papier konfrontiert.

Für Nutzer von ilohngehalt ist das zum Glück kein großes Problem. Sie müssen, wenn sie für das Verfahren registriert sind, das Formular nicht etwa handschriftlich ausfüllen und per Post zurückschicken. Es genügt, wenn sie den abgefragten Zeitraum von Hand in ilohngehalt eintragen. Dann können sie die Gesonderte Meldung auch in diesem Fall digital aus ilohngehalt heraus übermitteln.

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