12 Apr 2019

Geschäftsreise oder Entsendung in ein EU-Staat? A1-Bescheinigung ist Pflicht!

Wenn ein Arbeitnehmer beruflich ins EU-Ausland fährt, und sei es nur für Stunden, dann benötigt er eine sogenannte A1-Bescheinigung als Nachweis dafür, dass er weiterhin durch die deutsche Sozialversicherung abgesichert ist.

Dauert die Entsendung mehr als zwei Jahre, ist statt der A1-Bescheinigung eine Ausnahmevereinbarung notwendig.

Beide Dokumente lassen sich direkt aus ilohngehalt heraus auf elektronischem Weg einholen.

A1-Bescheinigung: Vorgeschriebene EU-Entsendebescheinigung

Wird der Arbeitnehmer in ein anderes EU-Land (oder in die Schweiz, nach Island, Norwegen und Liechtenstein) geschickt, benötigt er dort eine A1-Bescheinigung als Nachweis dafür, dass die deutsche Sozialversicherung für ihn zuständig bleibt.

Arbeitnehmer aus Deutschland können bei Auslandseinsätzen bis zu 24 Monate lang über die deutsche Pflege-, Kranken- und Rentenversicherung abgesichert bleiben. Voraussetzung ist, dass die Entsendung den Sozialversicherungsträgern gemeldet wird und diese eine A1-Bescheinigung ausstellen.


Ohne A1-Bescheinigung drohen Bußgelder und Nachversicherung im Ausland

Der Sozialversicherungsnachweis ist nicht nur bei einer wochen- oder monatelangen Entsendung vorgeschrieben, sondern auch für kurze Dienstreisen über die Grenze - beispielsweise auch für eintägige Geschäftsreisen, Fortbildungen oder Messebesuche.
Die Nachweise werden übrigens durchaus kontrolliert. Wird ein Arbeitnehmer aus Deutschland ohne A1-Bescheinigung angetroffen, drohen hohe Bußgelder oder die Einreise wird verweigert.

Wichtig: Wird eine Dienstreise ins Ausland sehr kurzfristig angesetzt, muss der Mitarbeiter zumindest den Antrag auf die A1-Bescheinigung mit sich führen. (Auch der Antrag kann aus ilohngehalt heraus ausgedruckt werden.)


Elektronische Beantragung der A1-Bescheinigung

Der Antrag muss auf elektronischem Weg erfolgen und zwar, bevor die Geschäftsreise angetreten wird. Zuständig sind die Krankenkasse bei gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern, die Deutsche Rentenversicherung bei privatversicherten Mitarbeitern und die Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungswerke bei Mitgliedern dieser Versorgungswerke.

Mit Ilohngehalt ist es ganz einfach, die A1-Bescheinigung für einen Arbeitnehmer zu bekommen Das funktioniert direkt aus dem Programm heraus. Antragstellung und Übermittlung erfolgen elektronisch.

Die Antwort, die eine Bewilligung oder Ablehnung sein kann, erfolgt in der Regel innerhalb von 2-3 Wochen. Die Deutsche Rentenversicherung verschickt die Antwort auf dem Postweg.


Mehr als zwei Jahre? Ausnahmevereinbarung erforderlich

Dauert die Entsendung länger als zwei Jahre, kann die deutsche Sozialversicherung nur dann aufrechterhalten werden, wenn dies im Interesse des Arbeitnehmers liegt. In diesem Fall ist der Abschluss einer sogenannten Ausnahmevereinbarung notwendig. Zuständig ist die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland) des GKV-Spitzenverbands.

Eine Ausnahmevereinbarung kann ebenfalls direkt aus ilohngehalt heraus beantragt werden. Die Bewilligung oder Ablehnung erfolgt auch hier auf dem Postweg. Weitere Informationen finden Sie in unserer Online-Hilfe.




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